Zuletzt aktualisiert: 12.12.2018

Tipps zum Thema Schlafen

Unsere Tipps zum Schlafen unserer Kleinsten

Es gibt wohl kaum ein Thema bei Kindern, über das mehr geschrieben, erzählt und “besser gewusst” wird, als der Schlaf unserer Kleinsten. Jetzt kommt auch noch was von uns dazu…

Wir haben zwei Söhne, einer heißt Wim und ist 15 Monate alt, unser zweiter heißt Pepe und ist jetzt 8 Wochen alt.

Ich werde chronologisch über Tipps, Schwierigkeiten und unsere Erfahrungen sprechen. Als Ergotherapeutin habe ich einen therapeutischen Hintergrund, habe aber weder Studien noch etwas in der Art zu dem Thema durchgeführt. Die hier beschriebenen Tipps sind Dinge die sich für uns bewährt haben bzw. die wir falsch gemacht haben.

Mir ist durchaus bewusst, dass jedes Kind anders ist und nicht alle Dinge bei jedem Kind gleich funktionieren, dennoch bin ich der Meinung, wir können sehr viel zum Schlafverhalten unserer Kinder beitragen.

Schlafrhythmus muss sich einpendeln

Die ersten 3 Monate verbringt der Säugling damit, sich an die neue Umgebung zu gewöhnen und erst nach und nach entwickelt sich ein Tag-Nachtrhytmus. Die Meisten von uns müssen sich in den ersten Wochen damit abfinden, dass das Baby nachts einige Male wach wird und Hunger hat, wenn es ganz blöd läuft muss sogar die Windel gewechselt werden. Wir haben hier 2 ganz unterschiedliche Exemplare, Wim hat die ersten 10 Wochen nur auf mir geschlafen. Er war kaum abzulegen und hat die ersten Wochen nicht wie die meisten Babys 16-18 Stunden täglich geschlafen, sondern ca. 8 Stunden und das auch nur angekuschelt. Pepe schläft von Anfang an viel und gerne, auch alleine auf der Couch oder im Bett. Die ersten Wochen kann man meiner Meinung nach gar nichts falsch machen, denn man macht eben das, was das Baby braucht und das kann viel tragen, schaukeln, kuscheln sein oder eben auch Baby schläft friedlich alleine in der Wiege. Wie unser Beispiel zeigt, ist es einfach Glück oder Pech am Anfang.

Noch ein ganz praktischer Tipp der bei beiden Jungs super funktioniert hat, ist eine Baby Geräusche App mit verschiedenen Geräuschen wie: Herzklopfen, Waschmaschine, Fön,…

Wim und Pepe haben den Fön geliebt.

🙂

Was aber immer hilft, alles mit Humor zu nehmen und es so anzunehmen wie es eben ist, denn eins ist sicher es geht vorbei

Gute Schlafumgebung schaffen

Nach ein paar Wochen Eingewöhnung ist es hilfreich, wenn kein Fernseher im Raum läuft in dem die Kinder zur Ruhe kommen sollen, sondern eine gute Schlafatmosphäre herrscht.

Am besten eignet sich dafür das Babybett, je nach Handhabung ein Beistellbett oder schon das eigene Babybettchen im Kinderzimmer. Wichtig ist hier, keine Kuscheltiere, Kissen, Decken oder ähnliches im Bett.

Förderlich ist eine reizarme Umgebung, sprich leise, dunkel, gut gelüfteter Raum und möglichst eine Temperatur um die 18 Grad (das geht im Sommer natürlich nicht unbedingt, aber überhitzte Räume sorgen für Schlafprobleme, dass kennen wir ja alle 😉)

Kommen wir zum eigentlichen Thema, wie schaffe ich es das mein Kind selbständig einschläft?

Die Grundvoraussetzung ist natürlich ein müdes Kind, denn ihr tut euch keinen Gefallen, ein noch nicht müdes Kind hinzulegen.

So ab dem 3-4. Lebensmonat pendelt sich langsam ein grober Rhythmus ein, sodass es ungefähre Schlafzeiten gibt.

Wir haben nach einer Erkältung von Wim einen Kardinalfehler begangen. Während der Krankheitsphase haben wir ihn in den Schlaf getragen, dass hat sich in den Alltag geschlichen, sodass wir auch als er schon längst gesund war, ihn immer noch ewig getragen und geschaukelt haben, bis er endlich eingeschlafen ist. Irgendwann war mein vorgeschädigter Rücken so schmerzhaft, dass ich beschlossen habe, dass es so nicht weiter gehen kann. Abgesehen von den Schmerzen, hat es auch noch genervt 😋

Dies habe ich einer Freundin erzählt, die mir ihr Buch “Jedes Kind kann schlafen lernen” ausgeliehenen hat. (Ja ich weiß, dass viele das Buch nicht gut finden…)

Ehrlicherweise habe ich das Buch nur quer gelesen und die für mich sinnvollen und wichtigen Anregungen entnommen, überdacht und für uns modifiziert.

Mit meinem Mann habe ich dann diskutiert, was wir wie wollen und vor Allem wie wir es anstellen.

Uns wurde klar, wie wichtig es ist, dass Kinder lernen alleine einzuschlafen, speziell weil sie es dann auch besser schaffen nachts, wenn sie aufwachen, alleine wieder einzuschlafen (im übrigen wachen Kinder nachts oft auf, genau wie wir Erwachsene).

Gesagt getan, wir haben beschlossen, Wim mit ruhigen Worten oder einem gesungenen Schlaflied in sein eigenes Bett zu legen und ihm die Möglichkeit zu geben/schaffen, dass er selbst einschlafen lernt. Dies beinhaltet auch, ihn kurz weinen zu lassen, um ihm einfach die Möglichkeit zu geben sich selbst zu beruhigen. Wir haben ihn natürlich nicht ewig weinen lassen, sondern sind nach kurzer Zeit wieder zu ihm rein, um ihm klar zu signalisieren wir sind da und passen auf dich auf. Wir haben Wim dann allerdings nicht aus dem Bett geholt, sondern ihn gestreichelt kurz mit ihm gesprochen und sind wieder raus und dass ganze wieder von vorne. Das ging ein paar mal so, bis er eingeschlafen ist. Was soll ich sagen, am Anfang kostet es Überwindung, aber es hat sich gelohnt, nach 2-3 Tagen konnte Wim selbstständig einschlafen. Nachts hat er noch eine Flasche bekommen und auch mal den Schnuller verloren. Aber die Nächte und das Einschlafen, waren für uns ab dem 4. Lebensmonat kein Thema mehr. Komplett und immer durchgeschlafen hat er mit 7 Monaten, (19:00-8:00) das ist heute noch so. Wir schätzen diese Zuverlässigkeit und die damit verbundene Ruhe, sehr. Was bestimmt auch geholfen hat ist unser Babyfon mit Kamera, anfangs habe ich meinen Mann belächelt🤣 und so Sätze gesagt wie “wer braucht schon sowas” , “du mit deinem Technikwahn”, aber rückblickend kann ich sagen, dass Ding ist toll. Wenn er im Schlaf jammert oder weint, schau ich schnell rein und sehe, ob er träumt oder im Schlaf Geräusche macht und muss nicht aufstehen und gucken gehen, obwohl nichts gewesen ist. (super Investition also😉).

Im Übrigen haben wir Wim eine Zeitlang um 23:00 Uhr und gegen 4:00 eine Flasche gegeben, die er auch immer leer getrunken hat. Es gab bestimmt eine Zeit, da hat er die auch noch gebraucht, aber alte Muster sollte man immer wieder überprüfen und neu bewerten. Als wir mit 6/7 Monaten die 11:00 Flasche einfach weggelassen haben, um zu schauen was passiert, ist genau nichts passiert, Wim hat weiter geschlafen auch ohne die Flasche. Eine Woche später haben wir die 4:00 Flasche weggelassen, er ist zwar um 4;00 wie gewohnt aufgewacht, aber Hunger hatte er keinen und ist zügig wieder eingeschlafen.

Ihr seht manchmal steht man sich auch einfach selbst im Weg 😄

Wir sind gespannt wie das Schlafen bei Pepe sich entwickelt, aktuell bekommt er nachts eine Flasche und schläft sonst sehr gut. Sodass ich mit Säugling und Kleinkind verhältnismäßig viel Schlaf komme.

Der ultimative Tipp ist, egal wie viel Schlafmangel ihr habt oder schwierige eure Babys gerade sind, sie sind das Beste was euch passieren konnte, es wird besser und es haben schon Millionen Eltern vor uns durchgestanden. Also nehmt es locker, bleibt entspannt, dass merken auch eurer Kinder.

Wünsche euch ruhige Nächte und schöne Träume!

2018-07-31T09:45:40+00:00

Zuletzt aktualisiert: 12.12.2018